19.02.2026
Pritzker-Preis
Gerät bedeutendster Architektur-Preis durch Epstein-Skandal in die Krise?
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Foto/Grafik: Pritzker Preis
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Was wird aus dem alljährlich im Frühjahr verliehenen Pritzker-Preis? Die höchste Auszeichnung der Architektur-Welt könnte durch Thomas Pritzker, den im Zuge der Epstein-Enthüllungen vor wenigen Tagen zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden der Hyatt-Hotelgruppe, in eine Krise geraten. Der 75jährige Pritzker war oberster Repräsentant der Hyatt-Foundation, die renommierte Architektinnen und Architekten für ihr Lebenswerk ehrt. Ob und wie der Pritzker-Preis 2026 vergeben wird, ist derzeit völlig offen.
Der Name des Hyatt-Erben Thomas Pritzker erschien in etlichen Dokumenten aus dem Besitz des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Sie sind auf der Homepage des US-Justizministeriums einsehbar. Die Korrespondenz zwischen beiden Männern, die der Architektur-Kritiker Gerhard Matzig in der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) zitiert, legt eine geschäftliche Beziehung nahe, in der auch die Vermittlung von Sex-Kontakten eine Rolle gespielt haben könnte. Bei seiner Rücktrittserklärung bedauerte Thomas Pritzker den Kontakt zu Epstein und betonte, „ein schreckliches Urteilsvermögen bewiesen zu haben“. In den Epstein-Mails tauchen auch bekannte Namen aus der Architektur-Welt wie David Chipperfield, Zaha Hadid und Shigeru Ban auf. Diese seien aber wohl nicht so tief wie Pritzker in den Skandal verstrickt, schreibt die SZ: „Es handelt sich um reines Namedropping.“
Der mit 100.000 Dollar dotierte Pritzker-Preis wurde 1979 vom Hyatt-Gründer und Kunstmäzen Jay A. Pritzker (1922-1999) gestiftet. Nach dessen Tod führte sein Sohn Thomas Pritzker das Engagement für den „Nobelpreis der Architektur“ weiter. Der neue Preisträger wird jedes Jahr Anfang März verkündet, die Übergabe-Zeremonie folgt in der Regel Anfang Mai. Bisher gibt es keinerlei offizielles Statement seitens der Hyatt-Foundation zur diesjährigen Vergabe und Zukunft des Pritzker-Preises. Auch die Bitte der SZ um ein Statement blieb unbeantwortet. Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums, erklärte: „Im Kontext des Epstein-Falles ist der Preis definitiv beschädigt.“