18.03.2026
Orgatec Perspectives
Kuratierte Sonderschauen für Workspace- und Contract-Design

Foto/Grafik: IBA
Wherever - Whenever Work Culture Festival auf der Orgatec 2026
Die Orgatec 2026 (27. - 30. Oktober 2026) gibt erste Einblicke in neue Ausstellungsformate der kommenden Ausgabe. Unter dem Titel „Orgatec Perspectives“ präsentiert die internationale Leitmesse für Workspace und Contract Solutions zwei kuratierte Sonderschauen, die zentrale Zukunftsthemen moderner Arbeitswelten und professionell genutzter Räume aufgreifen und in räumlichen und gestalterischen Konzepten erlebbar machen.
Während die Hallen-Planung auf Hochtouren läuft und zahlreiche internationale Unternehmen ihre Teilnahme bereits bestätigt haben, nehmen auch inhaltlichen Formate Gestalt an. Mit dem neuen Leitthema „From rooms to relationships: designing spaces in an ever-changing world“ richtet die Messe ihren Blick auf den Menschen, seine Beziehungen im Arbeits- und Objektraum sowie den Umgang mit fortlaufender Veränderung. Gestaltung übernimmt dabei eine erweiterte Rolle: „Bei der diesjährigen Orgatec geht es nicht nur um funktionale Strukturen, sondern um Räume echter Verbindung, die sich flexibel an sich wandelnde Anforderungen anpassen. Wir möchten die Begegnung und Interaktion zwischen Menschen im Raum stärker in den Vordergrund stellen und zeigen, wie Gestaltung zugleich flexibel genug sein muss, um einer sich stetig verändernden Welt gerecht zu werden“, so Messechef Maik Fischer.
Neue Perspektiven für Arbeits- und Contract-Welten
Zwei Sonderschauen unter dem gemeinsamen Titel „Orgatec Perspectives“ übersetzen dieses Leitthema in konkrete Ansätze für die Gestaltung von Arbeits- und Contract-Umgebungen.
„Closer“: Begegnung und sinnliche Wahrnehmung im Contract Design (Halle 4.2)
Die vom Berliner Studio Hanne Willmann kuratierte Sonderschau im Segment Contract Solutions trägt den Titel „Closer“ und widmet sich der Frage, wie Contract Design die Begegnung mit sich und mit anderen fördern kann. Im Mittelpunkt steht ein multisensorischer Ansatz, der Funktionalität und sinnliches Raumerleben miteinander verbindet. Architektur, Materialien, Licht, Klang, Geschmack und Raumduft greifen ineinander und schaffen eine Atmosphäre, die Austausch und Wahrnehmung in den Fokus rückt. Das Konzept basiert auf vier zentralen Säulen: einer offenen, nestartigen Architektur, multisensorischen Erlebnisräumen, Materialinnovationen in Kooperation mit führenden Herstellungsunternehmen sowie neu gedachten Formaten – von Bar und Kino über eine Lichtinstallation, die Emotionen spiegelt, bis hin zu einem meditativen Rückzugsort.
„Work–Play“: Spiel als Impulsgeber für Kreativität (Halle 7)
Im Segment Workspace Solutions stellt das Londoner Designstudio Pearson Lloyd eine immersive Installation vor, die mit der Vorstellung bricht, Arbeit und Spiel seien zwei strikt voneinander zu trennende Sphären. Historisch betrachtet hingegen wurde Spiel oft nicht als Ablenkung, sondern Voraussetzung für das Entstehen von Ideen begriffen. Dennoch sind viele heutige Arbeitsumgebungen von Routine und Kontrolle geprägt statt auf Kreativität ausgerichtet. „Work–Play“ entwickelt hierzu einen alternativen Ansatz. Im Fokus steht eine flexible Raumstruktur, die sich dynamisch an den Tagesablauf anpasst. Besucher sind eingeladen, sich gemeinsam zu beteiligen und zu erkunden, wie Bewegung und gemeinsames Handeln die Entstehung von Ideen beeinflussen. Es entsteht eine lebendige Umgebung, in der Spiel nicht als Ausbruch aus der Arbeit verstanden wird, sondern Impulsgeber für Vorstellungskraft wird.
„Wherever Whenever – Work Culture Festival“ des IBA
Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) präsentiert auf der Messe das „Wherever Whenever – Work Culture Festival“. Hier erleben Besucher inspirierende und impulsgebende Vorträge, Diskussionsrunden, Workshops, Erlebnisräume und Ausstellungen, verteilt auf drei Themenstrecken („Tracks“) – „Empowered Experience“, „Connected Cultures“ und „Radical Impact“. Das Festival richtet sich an Professionals aus aller Welt, die sich mit der Weiterentwicklung der Arbeitsplätze von morgen befassen.
Neues Kooperationsformat: „Mix & Match @ Orgatec“
Zudem will die Messe auch neue Services etablieren, die Aussteller bei der Gestaltung des Messeauftritts unterstützen und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche fördern. Mit „Mix & Match“ gibt es erstmals ein Format, das Ausstellern neue Möglichkeiten eröffnet gezielt passende Partner als Ergänzung zum eigenen Portfolio zu finden. Über die Plattform www.orgatec.de/fuer-aussteller/messeauftritt-planen/mix-and-match/ können Aussteller ihre Bedarfe definieren und mit potenziellen Partnern zusammengeführt werden. Ziel: Produktkooperationen zu fördern, etwa in den Bereichen Material, Licht, Akustik oder Medientechnik. Zur Ergänzung des eigenen Angebots und mögliche ganzheitliche Raumgestaltung. Die Orgatec übernimmt dabei die Vermittlung, während die Zusammenarbeit direkt zwischen den beteiligten Unternehmen erfolgt.