Weitläufiges Areal am Michigansee in Chicago: das neue Obama Presidential Center.
Foto/Grafik: Obama Foundation
Ex-Präsident Barack Obama im Sky Room.
Foto/Grafik: Obma Foundation
Im Turm: kostenlos zugängliche Ausstellungs- und Begegnungsebenen.
Ein offener Campus statt Gedenkbibliothek: Das in Chicago eröffnete Obama Presidential Center bricht mit Traditionen. Das jedem US-Präsidenten zustehende Gebäude ist nicht nur architektonisch außergewöhnlich. Das weitläufige Areal vereint neben einem Museum zur Ära von Barack Obama (2009-2017) auch Bildungseinrichtungen, Sportanlagen und soziale Stadtteilprojekte.
Das Obama Presidental Center befindet sich in einem Park am Ufer des Michigansess im Süden von Obamas Heimstadt Chicago. Entworfen wurde es von Tod Williams Billie Tsien Architects in Kooperation mit dem Landschaftsarchitekturbüro Michael Van Valkenburgh Associates (beide New York). Aus der 7,8 Hektar großen Anlage ragt ein 69 Meter hoher Turm heraus. In ihm sind keine geschlossenen Archivräume wie in anderen Präsidentenbibliotheken untergebracht, sondern kostenlos zugängliche Ausstellungsräume und ein „Sky Room“: Von dort oben sieht man auch, wie die flachen Bauten organisch verbunden sind und wie Hände ineinandergreifen. Damit haben die Architekten eine wesentliche Vorgabe der Obama Foundation aufgegriffen. Der Campus soll die Menschen „inspirieren, stärken und verbinden“ (mehr über das Obama Presidental Center in der nächsten Ausgabe von arcade).