25.09.2026
ISH
Gewerkeübergreifend planen – intelligent vernetzen

Foto/Grafik: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel
Von der Planung bis zum Betrieb: Softwarelösungen auf der ISH unterstützen dabei, komplexe Gebäude effizient zu managen.
Moderne Gebäude vereinen immer mehr technische Systeme, digitale Funktionen und Datenströme. Wärme- und Kälteversorgung, Lüftung, Wasser, Energie, Beleuchtung und Gebäudeautomation müssen dabei nicht nur für sich effizient arbeiten, sondern als Gesamtsystem funktionieren. Für Planer und Ingenieure wird die gewerkeübergreifende Systemintegration damit zu einer zentralen Aufgabe. Auf der ISH vom 15. bis 19. März 2027 in Frankfurt am Main treffen die Technologien und Akteure zusammen, die dafür entscheidend sind.
Wie schnell die Komplexität bei großen Bauprojekten zunimmt, zeigt ein Blick auf die Gebäudeautomation. Hier laufen Informationen und Steuerungsaufgaben aus unterschiedlichen Gewerken zusammen. Es geht um die Integration aller Mess-, Steuer- und Regeltechnik in Hardware und Software für Heizung, Klima und Lüftungstechnik, Aufzüge, Jalousien, Licht und mehr. In großen Gebäuden können bis zu 40.000 und mehr Datenpunkte anfallen vieles davon versteckt hinter Decken, im Keller oder auf dem Dach, erklärt Dr. Peter Hug, Geschäftsführer des Fachverbandes Gebäudeautomation im VDMA.
Schnittstellen-Management
Für Planer und Ingenieure liegt die Herausforderung deshalb längst nicht mehr allein in der Dimensionierung einzelner Anlagen. Sie müssen auch berücksichtigen, welche Systeme miteinander interagieren, welche Informationen dafür benötigt werden und wie die einzelnen Komponenten in eine übergeordnete Steuerungs- und Managementstruktur eingebunden werden können. Denn mit jedem zusätzlichen System entstehen neue Abhängigkeiten und Schnittstellen.
Von BIM bis Predictive Maintenance
Auch Building Information Modeling erweitert die Möglichkeiten der gewerkeübergreifenden Planung. Informationen zu Räumen, Anlagen und Komponenten können bereits während der Planung in einem gemeinsamen digitalen Modell zusammengeführt werden. Konflikte zwischen Leitungen, Kanälen und Trassen lassen sich dadurch frühzeitig erkennen. Werden die Planungsdaten später mit aktuellen Informationen aus der Gebäudeautomation verknüpft, kann daraus ein digitaler Zwilling entstehen, der auch für Facility Management, Monitoring und Betriebsoptimierung genutzt wird.