09.10.2026
Salone del Mobile

Mailänder Premiere für den Salone Contract

Ein Ausblick auf den 65. Salone del Mobile: Auf einer Pressekonferenz sind die ersten Programmpunkte der nächsten Mailänder Möbeldesign-Messe (13. - 18. April 2027) vorgestellt worden. Ihre Premiere wird die Sektion Salone Contract feiern.

Der Salone del Mobile werde 2027 seine strategische Rolle als Entwicklungsplattform für die Branche jenseits einer reinen Produktschau weiter stärken, erklärte Präsidentin Maria Porro. Damit reagiert man auf gesellschaftliche Entwicklungen, in dem die Nachfrage selektiver wird, der Export unter Druck steht und Unternehmen noch stärker als bisher internationale Netzwerke knüpfen. Industrie, Design und neue Märkte stehen demnach im Mittelpunkt aller Ausstellungen auf dem Messeglände Rho Fiera – vom Salone del Mobile über die Lichtmesse Euroluce, International Furnishing Accessories Exhibition, Workplace 3.0, S.Project und Salone Satellite bis hin zum noch recht neuen und erweiterten Salone Raritas, der Ausstellung für Sammelstücke und Designraritäten.

Neu ist der Salone Contract, eine speziell strukturierte Sektion für Objekteinrichtungen. Der vom Studio Rem Koolhaas und David Gianotten/OMA entworfene Masterplan wurde auf dem Salone del Mobile 2026 vorgestellt. Im Contract-Markt arbeiten Architekten, Innenarchitekten, Bauträger und Investoren zusammen, um gestiegene Anforderungen wie Maßanfertigung, große Stückzahlen, Zeitpläne, Kosten, Logistik, Installation und Koordination zu erfüllen. Statt konventioneller Messestände hat OMA eine Plattform mit Forum, Podien, Projekträumen, B2B-Zonen und dem Contract Dome konzipiert. Diese schwebende und transformierbare Kuppel dient als Projektionsfläche und Multifunktionsraum für Präsentationen, Diskussionen und Meetings.

Hierfür kooperiert der Salone mit Pricewaterhouse Coopers (PwC), um Marktdaten für den neuen Bereich bereitzustellen. Erste Analysen schätzen den potenziellen weltweiten Wert von Lieferungen im Bereich Möbel, Einbauten und Ausstattung im Contract-Bereich auf 80 bis 100 Mrd. Euro. Bezüglich der Nutzung bilden Wohnimmobilien mit rund 40–49 Mrd. Euro das größte Segment, gefolgt von Büroimmobilien (17–21 Mrd. Euro), Einzelhandelsimmobilien (15-18 Mrd. Euro) und Gastgewerbeimmobilien (7–9 Mrd. Euro.)
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